PrEP

ist eine Abkürzung und steht für Prä-Expositions-Prophylaxe. Dabei wird ein Medikament täglich eingenommen, um sich vor einer HIV-Infektion zu schützen. In Deutschland ist die PrEP nur in Verbindung mit Safer-Sex-Praktiken zugelassen.

Wie funktioniert die PrEP?


Die PrEP ist für Personen gedacht, die nicht mit dem HI-Virus infiziert sind (HIV-negativ) und sich vor einer Ansteckung schützen wollen. Die Einnahme der PrEP muss vor dem möglichen HIV-Risikokontakt begonnen werden. Durch eine regelmäßige Einnahme soll der Wirkstoff das Virus HIV an der Vermehrung hindern. Dadurch wird die Entwicklung einer HIV-Infektion vermieden.

Was ist bei PrEP zu beachten?


  • Zu Beginn der PrEP darf keine HIV-Infektion vorliegen. Eine bestehende HIV-Infektion würde durch die Medikamente unzureichend behandelt.
  • Die PrEP schützt nicht vor anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI).
  • Es finden regelmäßige Untersuchungen auf HIV sowie die Kontrolle der Nierenfunktion statt.
  • Testungen auf weitere sexuell übertragbare Infektionen wie Chlamydien, Gonokokken und Syphilis sollten vor Start und während der PrEP in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden.
  • Ein aktiver Impfschutz gegen Hepatitis A und B ist sinnvoll. Wenn kein Impfschutz besteht, ist auch eine regelmäßige Kontrolle auf Hepatitis A und B sehr wichtig.

Wie sicher ist die PrEP?


Die Sicherheit der PrEP wurde durch Studien belegt („Ipergay“ und „PROUD“, 2015). Die PrEP hat eine ähnlich gute Schutzwirkung vor HIV wie Kondome.

An wen muss ich mich wenden, um eine PrEP zu erhalten?



Die Medikamente der PrEP sind verschreibungspflichtig und sollten von speziell geschulten Ärzt*innen verordnet werden.

Wer trägt die Kosten?


Die Kosten der PrEP, einschließlich der erforderlichen Vor- und Regeluntersuchungen werden bei gesetzlich Krankenversicherten von der Krankenkasse übernommen. Privat Krankenversicherte können eine mögliche Kostenübernahme bei ihrer Krankenkasse erfragen.

Nebenwirkungen


Während der PrEP-Behandlung können zum Beispiel folgende Nebenwirkungen auftreten:

  • Kopfschmerzen
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Nierenschäden
  • Abnahme der Knochendichte

In der Regel verschwinden diese Nebenwirkungen nach Beendigung der PrEP-Behandlung.


Die AIDS-/STI-Beratungsstellen der Gesundheitsämter in NRW bieten anonyme, vertrauliche und kostenlose Beratung an.