PEP

ist eine Abkürzung und steht für Post-Expositions-Prophylaxe. Die PEP erfolgt mit einer Medikamentenkombination, welche nach einem möglichen Kontakt mit HI-Viren eingenommen werden kann, um das Erkrankungsrisiko deutlich zu verringern.

Wie funktioniert die PEP?


Die PEP ist für Personen gedacht, die nicht mit dem HI-Virus infiziert sind (HIV-negativ) und ein klares bzw. hohes Risiko für eine HIV-Übertragung hatten. Dazu werden für 4 Wochen Medikamente gegen HIV eingenommen. Die Medikamente verhindern mit hoher Sicherheit eine Ansteckung.

Mit der PEP-Einnahme sollte so schnell wie möglich nach dem Risikokontakt begonnen werden, am besten innerhalb der ersten zwei Stunden, möglichst aber innerhalb von 24 Stunden und spätestens nach 48 Stunden. Ob eine PEP bis zu 72 Stunden nach dem Risiko noch sinnvoll sein kann, ist umstritten.

Was ist bei der PEP zu beachten?


  • Vor Einnahme der PEP erfolgt eine medizinische Beratung.
  • Die PEP schützt nur vor HIV und nicht vor weiteren sexuell übertragbaren Infektionen.
  • Mit der PEP-Einnahme sollte so schnell wie möglich nach dem Risikokontakt begonnen werden.
  • Die PEP-Medikamente müssen 4 Wochen lang eingenommen werden.
  • Eine Kontrolle des HIV-Status sollte 6 und 12 Wochen nach Beendigung der PEP erfolgen.

An wen muss ich mich wenden, um eine PEP zu erhalten?



Eine Liste aller Kliniken, die die PEP rund um die Uhr anbieten, finden Sie hier. Tagsüber ist die PEP auch in HIV-Schwerpunktpraxen erhältlich.

Wer trägt die Kosten?


Die PEP wird nur im Notfall und nur nach ärztlicher Beratung und Verordnung vergeben. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten nur, wenn ein hohes Risiko einer HIV-Übertragung bestand.


Die AIDS-/STI-Beratungsstellen der Gesundheitsämter in NRW bieten eine anonyme, vertrauliche und kostenlose Beratung an.